Islandpferde: Training mit den robusten Urpferden

Islandpferde sind weltweit verbreitet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob Privatbesitzer und Freizeitreiter, professioneller Stall oder auf Isländer spezialisierte Klinik – ein gutes Verständnis für diese Pferdeart gehört zur Basis. Auf diese Weise ist es möglich, ein perfekt abgestimmtes Training zusammenzustellen und gemeinsam motiviert zu arbeiten. Bei ms Horse® erfahren Sie mehr zum Thema Islandpferde.

Inhaltsverzeichnis

Isländer – ein Überblick

Islandpferde, Isländer, Islandponys: Unter diesen Namen ist die älteste Reinzucht der Welt bekannt. Die Tiere kamen Mitte des 9. Jahrhunderts mit den ersten Siedlern, Wikingern und Kelten, nach Island. Sie sind an das harte Klima der Vulkaninsel angepasst, sehr robust und vielseitig einsetzbar. Hat ein Islandpferd einmal die Insel verlassen, darf es nicht mehr zurückkehren. Durch das Importverbot bleibt die Pferdeart reinrassig.

Steckbrief zum Islandpferd

Gruppe: Kleinpferde

Stockmaß: 130 bis 145 cm

Gewicht: 300 bis 500 kg

Lebenserwartung: bis zu 40 Jahre

Fellfarbe: alle Farbvariationen, auch Schecken außer Tigerschecken

Charakter: freundlich, selbstbewusst, gutmütig, lebendig

Gang: trittsicher, taktvoll, elastisch, energisch

Eignung: Turniersport, Freizeit- und Wanderreiten, Showreiten, Arbeits- und Packpferde

Kleine Kraftpakete: die Pferde der Wikinger

Die Siedler erwarteten von ihren Pferden, dass sie schwere Waren transportieren und Arbeit im Hochland erledigen. Daher mussten sie stark und zuverlässig sein. Mit der Zeit entwickelten sich die Isländer zu leistungsstarken und ausdauernden Tieren. Trotz ihrer geringen Körpergröße tragen sie mühelos einen Erwachsenen. Es sind soziale und genügsame Vertreter ihrer Art mit einem gutmütigen Wesen, darum eignen sie sich auch für Kinder.

Isländer sind für ihre fünf Gangarten bekannt. Neben Schritt, Trab und Galopp beherrschen sie Tölt und Rennpass. Daher werden sie auch als Gangpferde bezeichnet. Bevor Sie mit dem anspruchsvollen Gangreiten beginnen, benötigen Sie als Reiter sehr gute Kenntnisse.

Island Pferd

Eigenschaften von Islandpferden

  • starker, muskulöser Körperbau
  • robust, ausdauernd, leistungsstark
  • hervorragender Orientierungssinn und sehr gutes Sehvermögen
  • dichtes, wetterfestes Fell
  • üppige Mähne und Schweif
  • selbstbewusste Pferde mit ausgeprägtem Sozialverhalten (durch Herdenhaltung)

Islandpferde im Training

Isländer Pferdetraining

Laut dem britischen Ausbilder Peter de Cosemo „sind die Islandpferde eine der einfachsten Rassen“ hinsichtlich der gemeinsamen Arbeit. Vielleicht wurde Ihnen schon einmal gesagt, Isländer wären anders als andere Rassen und dass viele Trainingsmethoden nicht funktionieren. Cosemo kann dies in seiner jahrelangen Arbeit mit dieser speziellen Pferderasse nicht bestätigen. Es sind vollkommen „normale“ Pferde.

Wichtig ist, den scharfen Geist, den außerordentlichen Gehwillen und die hohe Sensibilität im Umgang mit Islandpferden zu berücksichtigen. Das Training sollte stets mit Umsicht durchgeführt werden. Ist man achtlos, arbeiten die Pferde dagegen. Das erkennen Sie an körperlicher Steifheit und Ängstlichkeit.

Für den Erfolg ist es essenziell, sich Zeit zu nehmen, damit die Tiere lernen, den eigenen Fluchtreflex zu beherrschen. Dieser zeigt sich, wenn etwas Unbekanntes auftaucht oder das Pferd sich unter Druck gesetzt fühlt. Mit dem richtigen Training und viel Geduld erlangen die Islandpferde ihre Selbstsicherheit.

Tölt und Pass reiten

Die beiden Spezialgangarten beherrschen vor allem Pferde mit einer genetischen Veranlagung – wie Isländer. Aber man kann auch anderen Pferdearten weitere Gänge beibringen. Allerdings haben nicht alle Islandpferde diese natürliche Veranlagung. Töltet ein Jungpferd bereits über die Wiese, ist es ein Naturtölter. Je nachdem, wie viele Gänge ein Pferd beherrscht, nennt man es Dreigänger, Viergänger oder Fünfgänger. Ursprünglich hatten weit mehr Pferde eine Veranlagung zum Tölt oder zum Pass. Der Tölt ist weich und in der Geschwindigkeit sehr variabel. Daher war er neben dem Trab bei Kutschpferden und Reisepferden beliebt. Pass ist eine angenehme Alternative zum Galopp und war vor allem bei Reisepferden verbreitet. Mit der weltweiten Verbreitung der Isländer nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten die Spezialgänge wieder zunehmend Aufmerksamkeit.
Tölt Rennpass
Gangart · gelaufen · lateral mit Flugphase
Takt · Viertakt in acht Phasen · Zweitakt in vier Phasen
Anzahl Beinstützen · Ein- und Zweibeinstützen wechseln sich ab · Zweibeinstützen, gleichseitig
Schwebephase · keine Schwebephase · Schwebephase
Tempo · variiert zwischen Schritt- und Galopptempo · bis zu 45 km/h
Vorteile · weiche und sehr angenehme Gangart · ruhiger Sitz im Sattel · besonders geeignet für Menschen mit Rückenproblemen · Renntempo über kurze Strecken · weichere Alternative zum Galopp · sehr dynamisch

Turniersport mit Isländern

Wie auch Menschen brauchen Pferde für den Turniersport eine umfangreiche Ausbildung, die Jahre in Anspruch nimmt. Denn Geist und Körper benötigen einen hohen Grad an Können. Wollen Sie mit Ihrem Islandpferd an Turnieren teilnehmen, beispielsweise in der Dressur, ist ein an Sie und das Pferd angepasster Trainingsplan nötig. Er sorgt für eine gesunde Bemuskelung, eine korrekte Haltung während der Arbeit und für Abwechslung.

Sie können verschiedene Trainingsmethoden nutzen, damit Sie und Ihr Tier motiviert bleiben. Beim Tölt ist das besonders wichtig, denn es handelt sich um eine temperamentvolle, sprühende Gangart. Sie begeistert durch Leichtigkeit und Energie. Aus diesem Grund sind die Ansprüche an den Ausbilder und den Charakter des Pferdes so immens. Sie benötigen ein hohes Maß an Zwanglosigkeit und Losgelassenheit und müssen intelligent mit dem Tier arbeiten, um die verschiedenen Tempi des Tölts zu meistern. Hier ist Feingefühl bei Reiter und Trainer gefragt.

Turnier mit Isländer Pferd

Die Basis für den Tölt

Die Frage, die Besitzer von Isländern häufig beantworten müssen: Kann das Pferd auch tölten? Es herrscht allgemein der Glaube, dass es kein richtiger Isländer ist, wenn er nicht töltet. Das Ziel in der Gangpferdezucht sind nämlich Viergänger und Fünfgänger.

Die Ausprägung der Tölt-Veranlagung ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Tut sich ein Tier mit dem Erlernen dieser Gangart schwer, sollte man bei der Basis anfangen und verstehen, was es für den Tölt braucht.

Für den Tölt muss das Pferd Last mit der Hinterhand aufnehmen. Diese Kraft baut man schonend auf. Außerdem sind Anlehnung und Versammlung relevant. Eine gymnastizierende Grundausbildung steht daher im Vordergrund.

Die Haltung des Tölts

Ein Pferd töltet in einer hohen Aufrichtung. Durch diese Haltung kann sich der Rücken nicht aufwölben und der Platz zwischen den nach oben zeigenden Dornfortsätzen der Wirbelkörper wird geringer. Sie können bei manchen Pferden sogar aneinanderstoßen und zu Schmerzen führen.

Darum sollte stets der Fokus auf einem gesunden Pferdekörper liegen. Dazu gehören eine gestärkte Rückenmuskulatur und aktive Hinterhand. Da die Isländerzucht auf eine hohe Ausrichtung abzielt, verfügen die Pferde meist von Natur aus über eine ausgeprägte Unterhalsmuskulatur. Diese erschwert das Absenken des Kopfes und eine aufgewölbte Wirbelsäule. Einer der ersten Schritte in der Ausbildung eines Islandpferdes sollte daher eine ausgewogene Halsmuskulatur sein.

Islandpferde-Training mit Equipment von ms Horse®

Besitzen Sie ein Islandpferd oder ein Isländer-Gestüt, ist die Ausbildung beziehungsweise regelmäßiges Training eine wichtige Komponente in Ihrem Alltag. Pferde sind Lauftiere und wir greifen Ihnen bei der artgerechten Pferdehaltung unter die Arme. Moderne Trainingsgeräte wie ein Pferdelaufband oder ein Vibrationstrainer sorgen für mehr Abwechslung und Flexibilität beim Training und halten neben den bekannten Praktiken zusätzliche Optionen in der Hand. Zugleich unterstützen Sie damit einen nachhaltigen und gesunden Muskelaufbau bei Ihren Isländern.

Diese Vorteile bietet ein Laufband von ms Horse®:

  • Wachstum der Muskulatur wird angeregt und deutlich verbessert
  • Rücken-, Hals- und Beinmuskulatur entwickeln sich positiv
  • Stärkung von Sehnen und Bändern
  • Vorbeugung von Verletzungen
  • Herzfrequenz steigt bei kontrollierter Belastung auf gewünschte Werte
  • Steigungsfunktion an einem Laufband aktiviert die Hinterhand
  • Standardprogramme und programmierbare Steuerung erlauben Warm-up, Intervall- und Konditionstraining sowie Cool-down

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Diese Vorteile bietet ein Vibrationstrainer von ms Horse®:

  • Muskeltraining, Muskelaufbau, Muskellockerung
  • Erhalt und Steigerung der Kondition
  • Regeneration und Wellness
  • Schonung der Gelenke und Sehnen
  • Erhöhung der Blutzirkulation durch Stimulation
  • Schrittverlängerung kann beobachtet werden
  • Gang wird schwungvoller

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Die Trainingsgeräte lassen sich individuell an das Trainingspferd anpassen und sorgen für gleichmäßige, kontrollierte Bewegung. Sollten Sie auf einem Turnier oder Lehrgang sein, lässt sich so in Ihrer Abwesenheit auch die Kondition Ihres Tieres erhalten und es ist beschäftigt.

Wir unterstützen bereits viele Betriebe mit unseren Trainingsgeräten: wie Frau Lisa Schürger, Herr Peter Nagel, Herr Christopher Weiss und Frau Andrea Balz, Frau Jasmin Arpke, Frau Mina Schust, Frau Lange Fuchs, Frau Trappe, Herr Althans und Herr Villi Einarsson.

Sie möchten mehr zum Thema Pferdelaufbänder und Vibrationstraining erfahren? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir beraten Sie ausführlich über Einsatzmöglichkeiten für Ihren Bedarf.

FAQ zu Islandpferden

Wofür sind Islandpferde bekannt?

Die robusten und genügsamen Islandpferde mit ihrem lebendigen Wesen sind sogenannte Gangpferde. Neben den üblichen Gängen Schritt, Trab und Galopp beherrschen sie auch den Tölt und einige den Pass.

Was ist beim Training von Islandpferden wichtig?

Bevor Sie mit Islandpferden trainieren, sollten Sie deren Wesen und den körperlichen Aufbau verstehen. Sind die Voraussetzungen für den Tölt klar, können Sie entsprechend trainieren und die Freude und Motivation an der Arbeit bleibt erhalten, bei Pferd und Reiter.

Beherrscht ein Islandpferd immer Tölt und Pass?

Die meisten Isländer haben eine genetische Veranlagung zum Tölt und Pass, da sie speziell als Viergänger und Fünfgänger gezüchtet werden. Aber auch Pferde ohne Veranlagung können diese Gangarten mit dem passenden Trainingsprogramm erlernen.